Restaurierungen

Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Reparatur, Restaurierung und Pflege historischer Ausstattungen.

In den „Wiederaufbau“-Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg, der sogenannten 2. Gründerzeit wurde mit einer, in diesem Maße bis dahin nicht gekannten Energie das Baudenkmal als Geschichtsdenkmal zerstört. Ausstattungen wie Fenster, Türen und Fußböden aber auch Putzflächen mit Malereien und wertvollen Fassungen wurden entfernt und durch zeitgemäße Ausführungen ersetzt. Zur Abwendung des drohenden Totalverlustes historischer Ausstattungen als authentische Zeugnisse vergangener Epochen trafen sich Vertreter der europäischen Denkmalpflege 1994 in Venedig und formulierten in der sogenannten „Charta 64 von Venedig“ eine Neufassung der Grundsätze in der Denkmalpflege.

Diese Grundsätze sind:

  • Beschränkung der Arbeiten auf das Notwendige

  • reparieren statt erneuern

  • reparieren in historischen Materialien und Techniken

  • Dokumentation der Arbeit

Ausdrücklich gefordert wurde der Erhalt historischer Ausstattungen. Mit dem Abklingen der Bautätigkeit in den 70er Jahren und der Rückbesinnung auf die Werte vergangener Epochen wurde mit dem europaweit ausgerufenen „Jahr der Denkmalpflege“ 1979 eine Zeit eingeläutet, in der bau- und kunstgeschichtliche Werte und das noch vorhandene kulturelle Erbe angemessen berücksichtigt werden konnten.



350 Jahre lang kam hier Gott sei Dank keiner auf die Idee durchgreifend und gründlich sauber zu machen und aufzuräumen. So hat sich im Kloster Inzighofen ein einziges bauzeitliches Fenster erhalten können. Das Tagesgeschäft für die Fensterreparatur sind heute jedoch vor allem Fenster aus dem zurückliegenden Jahrhundert.

 
 
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