Führungen durch den Gewerbepark Neckartal

Nach Empfang und Besichtigung der Holzmanufaktur verteilten sich die Gäste auf 10 Einzelführungen, die alle unter besonderen Themenschwerpunkten abliefen.

Die Entwicklung im  Gewerbepark Neckartal  ist spannend bis abenteuerlich. Mit Sachverstand, Mut und Zuversicht aber auch mit Pioniergeist und Abenteuerlust entsteht aus Industrieruinen ein blühender Gewerbepark.

Trotz widriger Witterungsverhältnisse interessieren sich über 400 Gäste für die instandgesetzten und umgenutzten Industriedenkmale der  Holzmanufaktur Rottweil.

Das im Hintergrund zu sehende ehemalige Pumpen- und Filterhaus des Pulverbetriebes ist das nächste Projekt, welches von der Holzmanufaktur instandgesetzt und umgenutzt werden soll.

Die von Dipl.-Ing. Alfons Bürk geleitete Führung hat den Schwerpunkt: „Auf dem Weg zum Gewerbepark“. Alfons Bürk, Rottweiler Architekt und  „Denkmalschutz Urgestein“, hat die Rahmenplanung zur Umnutzung der Industriebrache erstellt und für die Holzmanufaktur die architektonischen Leistungen koordiniert. Heinz Vogt, langjähriger Stadtrat und ehemaliger Oberstudiendirektor, gehört zu den passionierten Führern im Gewerbepark Neckartal und berücksichtigt bei seinen Führungen auch sozial- und firmenspezifische Schwerpunkte.

Blick in das „Künstlerviertel“ des Gewerbeparks Neckartal in Rottweil. Das vom Team Gewerbepark Neckartal platzierte Schwungrad spricht für sich. Karl Lambrecht – ein typischer Rottweiler – fasziniert bei seinen Führungen durch ebenso lebensnahe anekdotenreiche wie kenntnis- und wissensreiche Darstellung.

Führung Dipl.-Ing. Alfons Bürk:  Im Mittelpunkt stehen die Themen Umnutzung, Zwischennutzung, Annutzung.  Im Gewerbepark Neckartal sind mittlerweile wieder über 40 Firmen aus den Bereichen Industrie, Handwerk, Dienstleistung und Kultur vertreten.

Hedwig Frommer führt durch den Gewerbepark mit dem Themenschwerpunkt: Umnutzung an drei Beispielen. Auch diese drei Beispiele zeigen, dass Denkmalschutz, Umweltschutz und Wirtschaftskraft hervorragende Verbündete sein können.

Rottweiler Bauhistoriker hat den Themenschwerpunkt: Von der Ritterburg zur Pulvermühle. Dr. Hecht hat in seiner  kleinen Publikation Pulver in der Reichstadt Rottweil die Pulvergeschichte in Rottweil von 1380 bis 1802 genauestens recherchiert.

Dr. Hecht, ehemaliger Rottweiler Stadtarchivar, referiert zur Rottweiler Pulverfabrik im Beisein von Oberbürgermeister Thomas J. Engeser und vielen Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft.

Zu den Gästen im Gewerbepark gehört auch der ehemalige Landeskonservator Franz Meckes, der seine berufliche Laufbahn als Denkmalpfleger in Rottweil begann und immer wieder gerne hierher zurückkehrt.

Auch das ehemalige Pumpen- und Filterhaus sowie der Holländerbau gehören zu den von der Holzmanufaktur genutzten  Gebäude. Auch bei diesen Gebäuden handelt es sich um hochwertige Industriedenkmale aus der ersten industriellen Gründungswelle der Pulverfabrik um 1870. Diese Gebäude zeichnen sich durch Tonnendächer aus.

Auch der Bundestagsabgeordnete Ernst Burgbacher ist zum wiederholten Mal im Gewerbepark und Gast bei der Holzmanufaktur Rottweil.

Dipl.-Ing. Stefan King, Bauhistoriker aus Freiburg führt zum Thema „Von der Pulvermühle zur Pulverfabrik“. Im Bild rechts ist die Mustertafel für den im Gewerbepark geplanten Architektur- und Industriepfad zu sehen. Nach Fertigstellung des Industriepfades Ende 2007 wird  an 7 Infoinseln die gesamte Architektur-, Industrie- und Betriebsgeschichte der ehemaligen Rottweiler Pulverfabrik mit Berücksichtigung der Aspekte der derzeitigen Umnutzung vermittelt.

Andreas Vogt, Bauhistoriker aus Tübingen, führt kenntnisreich durch den Gewerbepark Neckartal. Andreas Vogt hat bereits vor 10 Jahren im Rahmen von Präsentationen zum Tag des offenen Denkmals eine Ausstellung zur Betriebsgeschichte der ehemaligen Rottweiler Pulverfabrik zusammengetragen.

 
 
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