Schramberg, HAU, Automuseum Abschluss Dokumentation der Holzmanufaktur Rottweil (.pdf ca.13mb) »»» Das Gebäude HAU in Schramberg wurde 1904 nach Plänen des Architekten Philipp Jakob Manz für die Hamburg- Amerikanische Uhrenfabrik als Automatenbau erbaut. Im Gebäude sind panzerverglaste Fenster eingebaut. Das panzerverglaste Fenster ist im Rahmen der Fenstergrundkonstruktionen eine auch in der Fachwelt nahezu unbekannte Sonderkonstruktion. Am Gebäude war abgesehen von der Westseite an Fenstern nahezu der Gesamtbestand der panzerverglasten Fenster erhalten. Der Gesamtbestand war in tradierter und somit reparaturfreundlicher Ausführung hergestellt. Die Fenster waren bis auf Ausnahmen im Erdgeschoß substantiell weitestgehend intakt. Am Gebäude wurden die für Holzfenster notwendigen, fachgerechten Pflege– und Instandhaltungsarbeiten vernachlässigt. Instandhaltungs– und Instandsetzungsarbeiten waren an allen Fenstern notwendig.
Zum Zeitpunkt der durchgeführten Baubegehung durch Herrn Klos (Holzmanufaktur) gemeinsam mit Herrn Weisser (Wirtschaftsförderung der Stadt Schramberg), Herrn Michalski (Firma Rückgrat) war am Gebäude 22 im Technologiepark nahezu der Gesamtbestand der panzerverglasten Fenster erhalten. Wenige Scheiben waren beschädigt, nahezu alle Scheiben waren im Scheibenzwischenraum jedoch blind, verdreckt und unansehnlich. Der Gesamtbestand ist in tradierter und somit reparaturfreundlicher Ausführung hergestellt. Die Fenster waren bezogen auf die Werkstoffe Holz, Glas und Beschläge substantiell intakt. Die Konstruktion war solide. Die Standfestigkeit der Flügel und Rahmen war vorhanden. Am Gebäude wurden die für Holzfenster notwendigen, fachgerechten Pflege– und Instandhaltungsarbeiten vernachlässigt. Instandhaltungs– und Instandsetzungsarbeiten waren an allen Fenstern notwendig. Die Mängel und Schäden waren reparabel. Instandsetzung der bauzeitlichen Panzerverglasten Fenster erfolgte nach folgendem Konzept. Dem Restaurierungskonzept zugrundeliegen die in der Charta von Venedig formulierten Grundsätze für Arbeiten in der Denkmalpflege. Es sind dies:
Restaurierungskonzept: Die Fenster sollten in situ und in toto erhalten bleiben. Das bauzeitliche Fensterglas der Außenseite mit seinen Schlieren, Blasen und Wellen sollte aus denkmalpflegerischen Belangen erhalten bleiben. Die Fenster sollten im Zuge der Instandsetzung durch das Einsetzen von K- Glas oder Sonnenschutzglas in die innere Ebene klimatechnisch verbessert werden. Gebrochene Scheiben in der äußeren Ebene wurden durch bauzeit- liche Scheiben der inneren Ebene ersetzt. Der Glaszwischenraum wurde gereinigt und oberflächentechnisch behandelt. Die Innenseiten der Fenster wurden gereinigt. Blätternde, spröde Stellen wurden behutsam entfernt, Vierungen wurden retuschiert. Dichtungen wurden keine eingezogen. |
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