Basel, Barockes Stadtpalais

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Ein barockes Stadtpalais in Basel erwies sich bei der Renovation als wahre Schatztruhe. Unter den Jahrhunderte alten Schichten kam die originale Substanz zum Vorschein.
Auch waren im gesamten Gebäude die hochwertigen historischen bauzeitlichen Fenster noch vorhanden. Diese wurden bei zurück liegenden Modernisierungen bereits mit Vorfenstern ausgestattet.

Hausansichten Vorzustand:

  

Mehr eine sanfte Renovation war als restauratorisches Gesamtkonzept für das Haus formuliert. Es sollten jedoch, vor allem im Bereich der Fenster energetische Verbesserungsmaßnahmen erfolgen.
Hier kamen zunächst eine schonende Restaurierung der Permanent- und Vorfenster zur Ausführung .Im Weiteren wurden die Vorfenster wärmetechnisch verbessert durch den Einbau eines 15mm starken Sonderisolierglases, wobei außenseitig historische Scheiben mit leichten Schlieren, Wellen und Einschlüssen gewählt wurden. Dies stellte insofern eine größere Herausforderung dar, weil zum Teil Scheibengrößen über 1,20m in Verbund mit einem Isolierglas realisiert werden. Die heute am Stadtpalais vorhandenen Fenster haben mit einem U-Wert von kleiner als 1,0 einen besseren Wert als moderne Fenster und sind so gesehen auch für die Zukunft nachhaltig ertüchtigt.

                           

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Eine besondere Herausforderung sind die Böden. Die Breitdielenböden sind äußerst ramponiert, verdreckt und mit Kleberresten versehen. Diese werden schonend gereinigt,  Fugen und Spälte größer als 5 mm werden geschlossen, anschließend werden die Böden geseift. Die hochwertigen Schmuckparkettböden in geometrischen Rapportmustern, zum Teil bereits mehrfach abgeschliffen und mit entsprechend reduzierten Nutzschichtstärken mussten von mit zum Teil mehreren millimeterdicken Kunstharzlackschichten entfernt werden. Dies konnte, um eine weitere Reduzierung der Nutzschichten zu vermeiden nur kleinteilig mit Handmaschinen und mechanischen Werkzeugen abgenommen werden. Die wahre Pracht der Böden kam erst im Zuge der Abnahme der zusetzenden Lackschichten wieder zur Geltung. Auch hier wurden material- und konstruktionsgleich nur größere Fugen und Spälte geschlossen, dies auch um den Boden in sich wieder zu verspannen und ein knarz- und knarrenfreieres Begehen zu ermöglichen.

   

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