Langenargen, Schloss Montfort

  1. Allgemeines
  2. Sanierung der bauzeitlichen Türanlage im EG

1. Allgemeines zum Schloss Montfort

Die Mauern von Schloss Montfort, ein Wahrzeichen Langenargens mit herrlicher und einmaliger Lage im Bodensee, erzählen eine lange Geschichte. Schon zu Römerzeiten standen auf einer Insel im See dicht nebeneinander zwei gewaltige Wachtürme. Im 14.Jh. erbauten die Grafen von Montfort dort die „ Veste Burg Argen“. Als die Herrschaft der Grafen zusammenbrach, geriet auch die Burg in Verfall. Sie diente schließlich den Langenargenern als nützlicher Steinbruch und dem Betrachter als romantische Ruine.

Die herrliche Ruine Montfort auf einer Landzunge gelegen, die schönste, die ich je gesehen habe.

Nachdem Langenargen württembergisch wurde, ließ König Wilhelm I. von Württemberg ab 1860 ein Schloß an gleicher Stelle errichten.

Immer wieder angenommen wurde, dass König Wilhelm I. diese im maurischen Stil erbaute Villa für die Schauspielerin Stubenrauch errichten ließ, mit der er über 30 Jahre in einem eheähnlichen Verhältnis lebte. König Wilhelm I. war zu Baubeginn 80 Jahre, er starb noch vor Fertigstellung des Gebäudes.

Auch die Entwicklung der Baukosten lief nicht planmäßig. Von projektierten 80.000,00 Gulden stiegen die Baukosten auf abschließend über 260.000,00 Gulden. Bereits 10 Jahre nach Fertigstellung des Gebäudes wurde Schloß Montfort für 140.000,00 Gulden an Luise von Preußen verkauft.

Noch heute ist Schloß Montfort die Attraktion in Langenargen. Es beherbergt eine bedeutende Kunstsammlung, vom Turm des Schlosses bietet sich ein wunderbarer Blick in die majestätischen Alpen über den See und ins anmutige Hinterland. Im weiteren bietet Schloß Montfort als Wahrzeichen von Langenargen auch genügend Platz für große Bankette, Hochzeiten, Familienfeiern und Tagungen in einem einzigartigen Ambiente.

Die Holzmanufaktur arbeitet seit über 10 Jahren in Schloss Montfort in den Bereichen Restaurierung, Raparatur und Wiederherstellung der bedeutenden historischen Ausstattungen wie Schmuckfußböden, aufwendig gestaltete Innentüren, Aussentüren und Fenster.

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2. Sanierung der bauzeitlichen Türanlage im EG

  

Holztechnische Überarbeitung

Für die Bekleidung wurden 9,00 Stück fehlende Applikationen nachgegossen.
Die abgängigen Profilleisten wurden aus Buche nachgefertigt und eingepasst. Die mehrmals gebrochene Füllung musste neu verleimt und eingepasst werden. Auch die fehlende Schlagleistenapplikation wurde nachgefertigt und aufgeleimt.

Loses Furnier wurde mit Glutinleim, einer Mischung von Haut- und Knochenleim, 1:1 niedergeleimt, Fehlstellen wurden mit mikroskopisch bestimmtem Holz geschlossen. Dazu gehört Nussbaum, Ahorn, schwarzgefärbter Birnbaum, Rüster, Schwarzerle, Kirschbaum.


Fehlende Rosetten der Zierbekleidung

Diese wurden in Gips abgeformt, nachgegossen in Gips, bronziert und mit einem pigmentierten Schellacküberzug auf das Original farblich eingestimmt.

Die neuen Rosetten unterscheiden sich von den alten dadurch, dass sie nicht aufgenagelt, sondern mit Weißleim befestigt sind, damit Besucher diese nicht wieder entfernen können, wie dies bei den alten der Fall war. Kleine Fehlstellen im Furnier wurden mit Kitt bzw. mit Wachs geschlossen.
Fehlstellen in der Zierbekleidung wurden im unteren Bereich bei den Sockelleisten ergänzt und retuschiert. Neue Ergänzen bekamen im Schellack einen Nitrozellulosegrundanstrich um sie farblich vom Original unter der UV-Anlage abzusetzen (bessere Erkennbarkeit).


Beschläge

Die Beschläge wurden gereinigt und mit Lack überzogen.


Oberfläche

Die Oberfläche wurde zunächst gereinigt. Danach wurde der Lack mit einem Alkohol-Wassergemisch leicht angelöst und mit dem Schleifvlies leicht bearbeitet. Es folgten zwei Schellackaufträge mit dem Pinsel. Dann wurde mit dem Ballen und Schellack die komplette Tür und der Rahmen poliert, ein Hartwachs der Firma Auro aufgebracht und nach dem Trocknen wieder alles aufpoliert.

 
 
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